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Traditionelle chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin legt grossen Wert auf die Harmonie von Körper und Seele. Viele Krankheiten sind laut dieser einem Ungleichgewicht von Yin/Yang, Qi und/oder der Körperwärme (Hitze/Kälte) verbunden. Die TCM versucht daher, das Gleichgewicht im Menschen wieder herzustellen.

Im Fachbereich TCM betreut Sie:

Nadine Guntern

Dipl. Akupunkteurin SBO – TCM
Dipl. Herbalistin SBO – TCM

In Kürze

Als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin legt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) grossen Wert auf die Harmonie von Körper und Seele. Yin und Yang, der Energie(Qi)-Fluss und die Fünf-Elemente-Theorie (Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde) sind nur einige Beispiele der theoretischen Grundlagen der TCM. Viele Krankheiten sind mit einem Ungleichgewicht von Yin/Yang, Qi und/oder der Körperwärme (Hitze/Kälte) verbunden. Die Traditionelle Chinesische Medizin versucht, das Gleichgewicht im Menschen wieder herzustellen.

Die Diagnose

Sowohl die kranken als auch die gesunden Menschen werden in der TCM unter ganzheitlichen und energetischen Aspekten betrachtet und behandelt; jede energetische Störung sollte so früh wie möglich erkannt werden, um zu verhindern dass eine Krankheit entsteht.

Die TCM hat über die Jahrtausende ein vielfältiges Diagnoseverfahren entwickelt. Die beiden Eckpfeiler der Diagnose sind die Zungen- und die Pulsdiagnose: Durch das genaue Beobachten von Form, Farbe und Qualität der Zunge sowie durch das Fühlen der 28 verschiedenen Pulsqualitäten kann der Therapeut oder die Ärztin auf die inneren Abläufe im Körper schliessen.

Diese Diagnoseverfahren werden ergänzt durch Informationen, die sich aus der Befragung und Beobachtung der Patienten gewinnen lassen. Aus der Kombination dieser vier klassischen Diagnosemethoden erarbeiten die Ärzte und Therapeutinnen der Chinesischen Medizin ein Bild der Disharmonie (körperlich und/oder psychisch), welches durch die Therapie korrigiert werden soll.

Akupunktur

Die Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über spezifische Punkte an der Körperoberfläche, bekannt als Akupunkturpunkte. Durch das unterschiedlich tiefe Einstechen der Nadeln an den über 360 Akupunkturpunkten wird die Qi-Zirkulation ausgeglichen und bestimmte Organsysteme angeregt oder gedämpft.

Verschiedene verwandte Therapieformen bauen auf der Akupunktur auf:

Anstelle von Nadeln werden die Akupunkturpunkte mit medizinischem Laserlicht stimuliert. Der Vorteil: die Laser-Akupunktur ist absolut schmerzfrei. Sie wird bei Kindern und sehr schmerzempfindlichen Erwachsenen eingesetzt.

Die Elektro-Akupunktur arbeitet mit sehr schwachen elektrischen Impulsen, die dem Körper durch die Nadeln zugeführt werden.

An der äusseren Ohrmuschel befinden sich bis zu 200 Akupunkturpunkte. Jeder dieser Punkte entspricht einem bestimmten Bereich unseres Körpers. Etwa Knie, Hüfte, Schulter, Leber, Herz, etc. Besonders bei Suchtverhalten wird die Ohrakupunktur oft eingesetzt.

Moxibustion

Die Moxibustion wärmt die Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von getrockneten Blättern der Artemisia Vulgaris (Beifuss) auch Moxawolle genannt. Ein Punkt kann auch mit so genannten Moxazigarren, aus Beifussblättern gedrehten Stangen, erwärmt werden.

Schröpfen

Beim Schröpfen werden die Punkte mit Schröpfgläsern stimuliert. Die Schröpftherapie eignet sich vor allem für die Behandlung der äusseren Schichten wie Muskeln und Haut.

Gua sha

Gua Sha ist eine Technik, die dem Schröpfen sehr ähnlich ist, da sie durch eine lokale Übererwärmung ebenfalls pathogene Faktoren wie Wind und Hitze an die Oberfläche bringt. Gua wird übersetzt als „reiben, kratzen“ und Sha als „Hitze, Ausschlag“. Gua Sha wird eingesetzt, wenn Schmerzen, Hitze und Stagnation vorliegen. Vor der Behandlung wird die Haut am besten mit Öl eingerieben, um das Schaben zu erleichtern. Schmerzhafte Areale können etwas empfindlich reagieren, aber in der Regel wird diese Methode als sehr angenehm empfunden.

Besonders wirkungsvoll ist Gua Sha in bei chronischen und hartnäckigen Beschwerden des Bewegungsapparates, insbesondere der Muskeln.

Chinesische Arzneimitteltherapie

Chinesische Arzneimittel sind nicht deshalb chinesisch, weil sie nur in China zu finden wären: Einige der ungefähr 5000 bekannten und dokumentierten Mittel wurden nach China importiert; viele der Kräuter wachsen auch in unseren Breiten. Ein Chinesisches Arzneimittel ist chinesisch, weil es nach ganz spezifischen Eigenschaften klassifiziert ist. Dazu gehören der Geschmack, die Temperatur und der Leitbahneintritt.

Die Arzneimittel werden untereinander fein abgestimmt, um die Verschreibung möglichst ausgewogen zu gestalten und den individuellen Umständen der Krankheit der Patienten anzupassen.

In der Schweiz kommen heute vorwiegend das Dekokt sowie moderne Verabreichungsformen zum Einsaz: Granulat-Extrakte, Tabletten und Wasser- oder Alkoholauszüge.

Indikationenliste

Die folgende Liste führt Krankheiten und Störungen auf, die sich erfahrungsgemäss besonders effizient mit den Methoden der TCM therapieren lassen. Die Angaben stützen sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Liste ist nicht vollständig, sondern soll auf die vielfältigen Wirkungsweisen der TCM hinweisen.

Neurologische Krankheiten

  • Schwindel
  • Tinnitus (Ohrensausen)
  • Ischialgien (Schmerzen der Lendenwirbelsäule, z.B. Hexenschuss)
  • Periphere Neuropathien (Nervenleiden)
  • Trigeminusneuralgie (Schmerzattacken im Gesicht)
  • Behandlungen nach Schlaganfall
  • Kopfschmerz/Migräne

Orthopädische Krankheiten

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Arthritis und Arthrose
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Epikondylitis («Tennisellenbogen»)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Nackenschmerz, Nackensteife
  • Jegliche Art von Schmerzen im Bewegungsapparat

Innere Krankheiten

  • Anämie («Blutarmut»)
  • Bronchitis
  • Metabolisches Syndrom (Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Insulinresistenz; Vorstufe der Diabetes)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Fettleibigkeit
  • Diabetes mellitus (krankhafte Erhöhung des Blutzuckers)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Gicht
  • Hämorrhoiden
  • Krampfadern

Gynäkologie/Urologie

  • Menstruationsstörungen und schmerzen
  • Blasenentzündung
  • Sexual- und Fruchtbarkeitsstörungen
  • Schwangerschaft und Geburt

Allergien/Hauterkrankungen

  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Akne
  • Ekzeme (z.B. Neurodermitis)
  • Psoriasis (Schuppenflechte)

Magen- und Darmerkrankungen

  • Hyperazidität (Übersäuerung) des Magens
  • Obstipation (Verstopfung)
  • Diarrhö (Durchfall)
  • Akute und chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
  • Magengeschwür

Krankenkasse

Die Behandlungskosten werden von den meisten Krankenkassen über die Zusatzversicherung für Komplementärmedizin vergütet.

Die Versicherungsmodalitäten variieren sehr stark, deshalb ist es ratsam, sich vor Behandlungsbeginn direkt beim Versicherer zu informieren. Ich bin anerkannte Therapeutin und registriertes Mitglied bei SBO-TCM, EMR und ASCA.

Krankenkassen-Anerkennung

  • SBO-TCM Therapeutin (Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin)
  • EMR: ZSR Nr. R040177 (Erfahrungsmedizinisches Register)
  • ASCA Nr. Y 706 048 (Stiftung zur Anerkennung und Entwicklung der Alternativ- und Komplementärmedizin)